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Trotz internationaler Bemühungen im Kampf gegen die Armut und Transferleistungen in einem Umfang von mehr als 1,7 Billionen US Dollar seit 1950, ist Massen­armut in den Ent­wicklungsländern bis heute Re­alität. Weltweit verfügt fast jeder zweite Mensch über weni­ger als zwei US Dollar pro Tag. 1,4 Milliarden Menschen le­ben in extremer Armut – von weni­ger als 1,25 US Dollar täglich. Auch wenn das immerhin eine halbe Milliarde weniger Menschen sind als 1981, kommt der Weltbank-Report zu dem Schluss: „Die Entwicklungsländer sind ärmer, als wir bislang angenommen haben“.

Durch neue Daten über die Preisentwicklung in den Entwicklungsländern ist die materielle Armutsgrenze jetzt angehoben worden. Statt wie bisher die Grenze bei einem US Dollar zu ziehen, definieren die Weltbank-Experten jetzt als extrem arm, wer im Durchschnitt von weniger als 1,25 US Dollar am Tag leben muss. Dieser Betrag entspricht rund 85 Euro Cent. Das heißt: In etwa so viel, wie man in Deutschland für einen Schokoriegel an Tankstellen bezahlt.

Welchen Beitrag können unternehmerische Ansätze zur Überwindung dieser extremen Armut leisten?

Quelle: OECD Aid Statistics (2007) und Weltbank (2008); Foto: Humberg (2005)

Dass sich soziale, ökologische und gewinnorientierte Interessen nicht unbedingt ausschließen müssen, zeigt das Engagement der italienischen Firma „Pangea Green Energy“ in Manila. Obgleich nicht als „Social Business“ konzipiert, könnte das Geschäftsmodell der Italiener vielleicht Vorbild für gezielte „Social Business“ Initiativen sein.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Klimadebatten erscheint das Engagement nicht nur wirtschaftlich sehr profitabel. Wichtiger noch: Es erfüllt einen großen sozialen und ökologischen Nutzen (Reduktion von Treibhausgasen, Verbesserung des Lebensstandards armer Menschen auf Müllkippen durch verbesserte Luftqualität und Elektrizität etc.)

Hier der Link zu einem kurzen Tagesthemen-Video zum Engagement der Firma „Pangea Green Energy“:

Philippinen: Profit durch Emissionshandel
Mario Schmidt, ARD Tokio
Tagesthemen 22:15 Uhr, 09.07.2008