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Paris. Vor zwei Wochen hat die OECD ihren neuen Entwicklungsbericht vorgestellt. In dem Report zum Thema „Mobilising Resources for Sustainable Development“ geht es auch um die Chancen, Risiken und Grenzen von Social Business. Im Kapitel 16 „Enhancing the Contributions of Social Business to Sustainable Development“ stellen Dr. Linda Kleemann vom Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) und ich unter anderem die Ergebnisse unserer Forschungsarbeiten in Afrika und Südasien dar.  Dazu gibt es einen Kommentar von Prof. Muhammad Yunus, der Entwicklung ohne Nachhaltigkeit für bedeutungslos erklärt.

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IMG00810-20140313-1424 Paris. Inwieweit eignet sich Social Business als Beitrag der Privatwirtschaft zur wirtschaftlichen Entwicklung? Wo liegen mögliche Chancen, Risiken und Grenzen? Diese Fragen haben wir (Dr. Linda Kleemann vom „Kiel Institute for the World Economy“ und ich) jetzt im Rahmen der OECD Development Debates in Paris gemeinsam mit rund 40 OECD Vertretern und Delegierten diskutiert. Dazu haben wir uns sowohl Fallbeispiele aus der Wirtschaft (Grameen Danone) als auch dem sozialen Sektor (Green Belt Movement) angeschaut. Hier das Ergebnis unserer Forschungsarbeit: OECD Development Debates on Social Business final

Einige O-Töne unseres Social Business Vortrags hat die OECD hier veröffentlicht.

München. Soziale Geschäftsmodelle zur Überwindung der Armut? Um diese Frage geht es in unserem Artikel in der Geographischen Rundschau, in dem wir das Thema Social Business für den Geographieunterricht an weiterführenden Schulen am Beispiel von Bangladesch aufbereitet haben. Der Artikel ist in der Oktober-Ausgabe zum Thema Überlebenssicherung und Armutsbekämpfung erschienen.

 

Berlin. Im Februar ist ein neues Grundlagenwerk zum Thema „Social Business“ im Springer Verlag erschienen: „Social Business: Theory, Practice, and Critical Perspectives“. Der Beitrag meines Doktorvaters Prof. Boris Braun und mir zum Thema „Social Business and Poverty Alleviation: Lessons from Grameen Danone and Grameen Veolia“ ist Teil des Kapitels 4, in dem es um die kritische Reflektion des Konzepts geht. Herausgegeben wurde das Buch unter anderem von Dr. Andrea Grove, Professorin am California Institute for Social Business (CISB) der California State University Channel Island.

Hamburg. Mit seinen Mikrokrediten für Arme hat der Wirtschaftsprofessor Muhammad Yunus das Bankgeschäft revolutioniert. 2006 wurde er dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Seitdem macht der Banker aus Bangladesch Geschäfte mit multinationalen Unternehmen wie Danone, Veolia oder BASF und nennt es Social Business. Unterdessen verkünden Universitäten und Business Schools in den USA, Frankreich und Japan die Gründung neuer Lehrstühle und Ausbildungsprogramme für Social Business. Auch in Deutschland schnellt die Zahl so genannter Social Business Organisationen und Beratungen in die Höhe. Knapp fünf Jahre später, im Frühjahr 2011, wird Muhammad Yunus, Speerspitze der globalen Social Business Bewegung, als CEO der Grameen Bank abgesetzt. Die Entwicklung multinationaler Joint Ventures stagniert. Erfolgsbeispiele sind rar gesät. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen.

Vor diesem Hintergrund sind wir am vergangenen Freitag gemeinsam mit Prof. Muhammad Yunus, Dr. Michael Otto (CEO of Otto Group und Mitglied im World Future Council), Prof. Andreas Heinecke (Dialogue Social Enterprise GmbH) und Susanne Dorasil (BMZ) im Business Club Hamburg der Frage nachgegangen, welche Erfahrungen in den ersten fünf Jahren der verschiedenen Grameen Social Businesses gemacht wurden. Was bleibt von Yunus‘ Vision bestehen? Lässt sich Armut durch soziales Unternehmertum ins Museum der menschlichen Geschichte verbannen? Wann sind Unternehmen eigentlich sozial – und welche Rolle spielen Social Entrepreneurs in der Bewältigung globaler Herausforderungen? Zehn Thesen dazu finden sie hier: 20120203 Ten Social Business Theses

Ermöglicht wurde die Social Business Veranstaltung in Hamburg durch die Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik, die HSBA Hamburg School of Business Administration, die Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie das Grameen Creative Lab (GLC).

Hamburg. Seitdem der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus im Mai letzten Jahres von der Regierung Bangladeschs als Geschäftsführer der Grameen Bank abgesetzt worden ist (offiziell aus Altersgründen), ist es in der deutschen Presse relativ still geworden um die Bank der Armen. Was bedeutet der Rausschmiß für das Grameen Imperium, zu dem mehr als vierzig weitere Unternehmen gehören? Einen interessanten Hintergrundbericht dazu liefert jetzt der Economist: Grabbing Grameen – Property Rights in Peril in Bangladesh.

Dhaka. Nach 15 Jahren ist nun das erste Mal ein deutscher Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gemeinsam mit dem EU-Kommissar für Entwicklungsfragen nach Bangladesch gereist. Das Thema „Social Business“ stand offenbar ganz oben auf der Agenda. Ob aber die politische Kampagne gegen Muhammad Yunus bei diesem Staatstreffen ebenfalls thematisiert wurde, bleibt fraglich. Mehr dazu hier. 

Quelle: The Daily Star, June 22, 2011

 

 

Berlin. Mit ihrem Sammelband „Social Entrepreneurship – Social Business: Für die Gesellschaft unternehmen“ haben die beiden Herausgeber Helga Hackenberg und Stefan Empter jetzt eine tolle deutschsprachige Publikation zum Thema „Social Business“ veröffentlicht. Zentrales Anliegen der Beiträge ist es, die Kernidee von „Social Entrepreneurship“ und „Social Business“ mit ihren unterschiedlichen Herangehensweisen, Potentialen und Grenzen in die gesellschaftspolitische Debatte einzuordnen, konzeptionell zu schärfen und anhand ausgewählter Beispiele zu konkretisieren. Auf diese Weise wollen die beiden Herausgeber sowie ihre Autoren allen Lehrenden und Studierenden, Praktikern und Interessierten weiterführende Impulse geben.

Hamburg. Wer eine Studienarbeit zum Thema „Social Business“ schreiben will, droht bei der Literatursuche schnell zu verzweifeln. Noch gibt es wenig wissenschaftliche Literatur zu dem Thema. Und da wir alle wenig Zeit haben und die gleiche Arbeit nicht ständig wiederholt werden muss, hier für alle „Social Business“-Forscher die komplette Literaturliste aus meiner Doktorarbeit zum Thema „Poverty Reduction through Social Business? Lessons Learnt from Grameen Joint Ventures in Bangladesh“. (-:

20110826 Literaturverzeichnis Social Business Buch (Kerstin Humberg)

Baden-Baden. Sinn statt Gewinn – Führt „Social Business“ zu einer gerechten Welt? Ist Social Business die bessere Entwicklungshilfe? Gar die Wirtschaftsform der Zukunft? Das waren die zentralen Fragen, die der SWR-Moderator Gábor Paál Mitte April mit Peter Spiegel, dem Geschäftsführer des Berliner Genisis-Institutes, Prof. Helmut K. Anheier von der Hertie School of Governance und mir diskutiert hat. Wer das SWR2-Forum am 20.04.2011 verpasst hat, kann sich die Diskussion hier herunterladen. Am 14. Mai wird es dann von 20 bis 22 Uhr im SWR 1 (Sendung „Weitwinkel“) eine Fortsetzung der Diskussion zum Thema Armutsbekämpfung in Bangladesch geben.

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